Bitterstoffe helfen der Leber
Sie helfen auf vielfältige Weise, indem sie die Produktion
von Galle anregen, die Verdauung unterstützen und die Entgiftungsfunktionen der
Leber fördern. Sie wirken schon im Mund stimulierend auf die Geschmacksknospen
und regen dadurch die Produktion von Verdauungssäften an, was wiederum die
Leber entlastet und aktiviert. Bitterstoffe können auch den Stoffwechsel
ankurbeln, die Leberzellregeneration fördern und die Verstoffwechselung von
Schadstoffen verbessern. Gleichzeitig unterstützen sie die Leber bei der Regulierung
des Cholesterinspiegels und bei der Ausleitung von Giftstoffen.
Leider hat die Lebensmittel-Industrie die Bitterstoffe aus
den Lebensmittel herausgezüchtet. Kennen Sie die Aussage aus dem Film „Die
Feuerzangenbowle“. Eine Medizin muss bitter schmecken. Überwinden Sie sich und
gönnen Sie sich die nachfolgenden Bitterstoffe. Die gesundheitlichen Vorteile
sind einfach zu groß.
Wirkung von Bitterstoffen auf die Leber
Bitterstoffe stimulieren die Bitterrezeptoren auf der Zunge,
was die Freisetzung von Speichel, Magensäure und vor allem Gallenflüssigkeit
anregt. Da die Galle in der Leber produziert wird und eine zentrale Rolle bei
der Fettverdauung spielt, helfen Bitterstoffe der Leber direkt, indem sie die
Gallenproduktion und den Gallenfluss fördern. Eine Verbesserung des
Gallenflusses unterstützt die Fettverdauung und die Entgiftung durch die Leber,
da Galle wichtige Schadstoffe aus dem Körper transportiert.
Entgiftung und Stoffwechsel
Durch die Unterstützung der Galle wird die Leber befähigt,
toxische Substanzen effizienter abzubauen und auszuscheiden. Bitterstoffe
fördern auch die körpereigenen Enzyme, die für die Entgiftung zuständig sind,
und können so die Entgiftungsfunktion der Leber erheblich stärken. Gleichzeitig
helfen sie, die Leberzellen zu schützen und zu regenerieren, was besonders bei
erhöhtem Schadstoffeintrag wichtig ist, um Leberschäden vorzubeugen.
Weitere gesundheitliche Vorteile
Neben der direkten Unterstützung der Leber fördern
Bitterstoffe die Verdauung insgesamt. Sie reduzieren Blähungen, fördern die
Darmbeweglichkeit und tragen zur Balance der Darmflora bei, was das Immunsystem
stärkt. Bitterstoffe wirken auch regulierend auf den Insulinspiegel, wodurch
Heißhungerattacken vermindert werden, was indirekt die Leber entlastet, da die
Leber weniger Zucker verarbeiten muss. Pflanzen wie Artischocke, Mariendistel
und Löwenzahn sind besonders reich an Bitterstoffen und ihre positive Wirkung
auf die Leber ist wissenschaftlich gut belegt.
Anwendung und Dosierung
Eine regelmäßige, aber dosierte Aufnahme von Bitterstoffen
über bittere Lebensmittel oder Kräuter unterstützt die Leber langfristig.
Anfangs kann die Umstellung auf bittere Kost zu leichten Verdauungsbeschwerden
führen, die sich jedoch meist geben, wenn sich der Körper an die Bitterstoffe
gewöhnt hat. Empfohlen wird, Bitterstoffe vor den Mahlzeiten zu sich zu nehmen,
um die Verdauung optimal vorzubereiten und die leberunterstützenden Effekte
voll auszunutzen.
Lebensmittel, die besonders viele Bitterstoffe enthalten,
sind vor allem verschiedene bittere Salate, Gemüse, Kräuter, Gewürze und einige
Früchte. Hier eine ausführliche Liste:
Bitterstoffreiche Salate
- Radicchio
- Chicorée
- Endiviensalat
- Rucola
Gemüse mit hohem Bitterstoffgehalt
- Artischocken
- Brokkoli
- Rosenkohl
- Grünkohl
- Wirsing
- Blumenkohl
- Spargel
- Aubergine
- Mangold
- Spinat
Hülsenfrüchte
- Erbsen
- Linsen
Kräuter und Gewürze
- Löwenzahn
- Brennnessel
- Salbei
- Rosmarin
- Ingwer
- Kurkuma
- Senfkörner
- Kümmel
- Thymian
- Estragon
- Zimt
Obst mit Bitterstoffen
- Grapefruit
(insbesondere die weiße Zwischenschale)
- Pomelo
- Orangen
- Zitronen
- Kumquats
Weitere Quellen
- Oliven
und Olivenöl (hochwertig, grün und ungefiltert)
- Walnüsse
- Bitterschokolade
- Kaffee
- Schwarzer
und grüner Tee
- Bier,
insbesondere bestimmte Craft-Biere und IPA
Diese Lebensmittel unterstützen durch ihre Bitterstoffe die
Verdauung, die Leberfunktion und das Immunsystem. Je natürlicher und weniger
überzüchtet die Lebensmittel sind, desto höher ist der Bitterstoffgehalt.
Regional angebaute oder Wildkräuter wie Löwenzahn bieten oft besonders
intensive Bitterstoffe. Die Bitterstoffe in Zitrusfrüchten finden sich vor
allem in der weißen Schale zwischen Fruchtfleisch und Außenhaut, weshalb es
sich lohnt, diese Teile mitzuverarbeiten oder nicht zu stark zu entfernen.
Zusammenfassend sind Bitterstoffe ein natürlicher und
sanfter Weg, die Lebergesundheit zu fördern, Entgiftungsprozesse zu
unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
Quellen:
Bild: de.freepik.com
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https://www.br.de/radio/bayern1/bitterstoffe-102.html
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https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/bitterstoffe-warum-sind-sie-so-gesund/
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https://www.tegut.com/marktplatz/beitrag/bittere-lebensmittel.html
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https://www.netdoktor.de/ernaehrung/lebensmittel/bitterstoffe/
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https://www.laetitia-naturprodukte.de/pages/bittere-lebensmittel
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https://bitterliebe.com/pages/lebensmittel-mit-bitterstoffen
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https://www.bzfe.de/presse/pressemeldungen-archiv/mehr-bittere-lebensmittel-auf-den-teller
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https://www.deine-gesundheitswelt.de/balance-ernaehrung/bitterstoffe
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https://www.akademie-der-naturheilkunde.com/blog/ernaehrung/bitterstoffe/
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https://www.gerolsteiner.de/wissensquellen/ernaehrung/ernaehrungstipps/bitterstoffe
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https://eatsmarter.de/blogs/natuerlich-besser/bitterstoffe-leber
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https://www.meinmed.at/gesundheit/bitterstoffe/2771
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https://www.oceanblog.de/umwelt/bitterstoffe-fuer-leber-und-haut/
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https://biogena.com/de-de/wissen/ratgeber/bitterstoffe_bba_82090

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