15 November, 2025

Was können Männer über 50 für ihre Prostata-Gesundheit tun?

 


Es gibt mehrere Maßnahmen, mit denen Männer ab etwa 50 ihre Prostata-Gesundheit aktiv unterstützen können.

Die folgenden Tipps sind allgemein gehalten und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung, geben aber eine gute Orientierung:

1. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Ab 45–50 Jahren (bei familiärer Belastung früher) empfohlen:

  • Tastuntersuchung der Prostata (DRU)
  • PSA-Bluttest (optional, nach Aufklärung über Vor- und Nachteile). Ist eine IGEL-Leistung und wird deshalb nicht von der Krankenkasse übernommen. Kostet ca. 25 €. Am besten jährlich machen lassen, dann hat man einen Vergleich, wie sich der Wert entwickelt.
  • Urologische Kontrolle bei Beschwerden wie häufigem Wasserlassen, schwachem Harnstrahl, nächtlichem Harndrang.

2. Gesunde Ernährung

Studien zeigen Hinweise auf Vorteile durch:

  • Tomaten / Lycopin
  • Kürbiskerne und Kürbiskernöl
  • Grüner Tee
  • Omega-3-reiche Fische
  • Viel Gemüse, besonders Kreuzblütler (Brokkoli, Kohl)

Reduzieren:

  • Sehr fettreiche Ernährung. Ausgenommen sind fettreiche Fische.
  • Rotes Fleisch und stark verarbeitete Fleischprodukte
  • Zuckerreiche Ernährung

3. Ausreichend Bewegung

Mindestens 150 Minuten moderater Sport pro Woche.
Nutzen:

  • Reduziert Übergewicht (ein Risikofaktor für Prostatabeschwerden)
  • Verbessert Hormongleichgewicht
  • Vermindert Entzündungen

Besonders geeignet:

  • Schnelles Gehen
  • Radfahren (mit gutem Sattel zur Druckentlastung)
  • Schwimmen
  • Krafttraining

4. Gewicht und Stoffwechsel kontrollieren

Übergewicht, Diabetes und Metabolisches Syndrom erhöhen das Risiko für:

  • Prostatavergrößerung (BPH)
  • Aggressivere Prostatakrebsformen

Ziel:

  • BMI im Normalbereich
  • Bauchfett reduzieren

5. Viel trinken – aber zur richtigen Zeit

  • 1,5–2 Liter pro Tag, vorzugsweise Wasser oder Tee
  • Abends später weniger trinken, wenn nächtlicher Harndrang belastet

6. Alkohol und Koffein reduzieren

Beide können:

  • Die Blase reizen
  • Harndrang verstärken
  • Beschwerden bei BPH verschlechtern

7. Stressabbau

Chronischer Stress kann hormonelle Prozesse beeinflussen und Entzündungen fördern.
Geeignet:

  • Yoga
  • Atemtechniken
  • Entspannungsübungen
  • Regelmäßiger Schlaf

8. Pflanzliche Präparate (mit Arzt abklären)

Beliebte Ergänzungen, teilweise mit moderater Evidenz:

  • Sägepalme (Saw Palmetto)
  • Brennnesselwurzel
  • Pygeum africanum

Wichtig: Qualität der Präparate variiert, darum vorher ärztlich beraten lassen.

🚨 Wann unbedingt zum Arzt?

  • Blut im Urin oder Sperma
  • Starker oder zunehmender nächtlicher Harndrang
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Sehr schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
  • Plötzliche Inkontinenz

Formularbeginn

Tägliche Prostata-Gesundheitsroutine (ca. 20–30 Minuten am Tag)

Morgens

1. 5 Minuten: Warmes Wasser + leichte Dehnung

  • Ein Glas warmes Wasser trinken (fördert Harnfluss und Hydration).
  • Leichte Dehnübungen für Hüfte und Becken (Lenden-/Beckenregion entspannt die Prostata).

Kurze Übung:

  • Aufrecht stehen, Hüfte kreisen, 10× pro Seite
  • Knie leicht beugen, Becken vor/zurück kippen, 15×

2. Frühstück mit Prostata-Power-Lebensmitteln

Wähle 1–2 prophylaktisch wirksame Bestandteile:

  • Tomaten oder Tomatensaft (Lycopin)
  • Naturjoghurt mit Kürbiskernen
  • Grüner Tee
  • Haferflocken + Walnüsse

Mittags

3. 10–20 Minuten zügiges Gehen

  • Ideal nach dem Mittagessen.
  • Fördert Durchblutung, reguliert Hormone und senkt Entzündungsprozesse.

Bonus: 2–3× pro Woche 20 Minuten Krafttraining (Kniebeugen, Liegestütze, Widerstandsbänder).

4. Ausreichend trinken – aber intelligent

  • Tagsüber insgesamt 1,5–2 Liter Wasser oder Kräutertee (z. B. Brennnessel oder Grüntee).
  • Koffein reduzieren (Blasenreizungen vermeiden).

Nachmittags / früher Abend

5. 5 Minuten Beckenboden-Training (Kegel-Übungen)

Stärkt die Muskulatur, verbessert Harndrangkontrolle und Blasenentleerung.

Einfache Übung:

  • Beckenboden anspannen, als wolltest du Urinfluss stoppen.
  • 5 Sekunden halten, 5 Sekunden entspannen.
  • 10–15 Wiederholungen.

6. Nährstoffreiche Mahlzeit

Fokus auf:

  • Gemüse (Brokkoli, Spinat, Kohlgemüse)
  • Fisch (Lachs, Makrele, Sardinen wegen Omega-3)
  • Hülsenfrüchte
  • Olivenöl statt tierischer Fette und Samenöle.

Weniger:

  • Rotes Fleisch
  • Fertigprodukte
  • Zu viel Zucker

Abends

7. Späteres Trinken reduzieren

Ab ca. 2–3 Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr viel trinken → weniger nächtlicher Harndrang.

8. 10 Minuten Stressabbau

Stress fördert stille Entzündungen und kann die Hormonsituation beeinträchtigen.

Optionen:

  • Tiefe Atemübungen
  • Meditation (kurze 5-Minuten-App reicht)
  • Wärmflasche oder warmes Bad für Beckenentspannung
  • Leichte Dehnungen

Wöchentlich zusätzlich

  • 3× Bewegungseinheit (Gehen, Radfahren, Schwimmen oder Krafttraining)
  • 1× fettreiches Fischgericht
  • 1× urologische Selbstbeobachtung (Harnstrahl, Häufigkeit nachts, Beschwerden)

Mehr Tipps findest Du in meinem Prostata-Ratgeber auf https://gesundheits-ratgeber25.de/ratgeber-prostata.html.

Quellen:

  • www.openai.com
  • Eigener Ratgeber


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